MS Andante


Tour nach Havelberg


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20.08. – 28.08.

Freitag, d. 20.08.

Pohlesee – Jungfernsee

An diesem Wochenende sollte wieder die Potsdamer Schlössernacht stattfinden, deshalb hatten wir uns mit Gisela und Ernst John im Jungfernsee verabredet, um von dort aus das Spektakel am Rande mitzuverfolgen. Nach unserem wöchentlichen Einkauf fuhren wir zum Pohlesee und waren dann um 16.30 vor Ort. Johns kamen gegen 18.30 angeschippert. Das Wetter war wunderschön. Es war warm und trocken. Also versprach es, ein schöner Abend zu werden. Die Dampfer, mit vielen Lampen geschmückt, und die Glienicker Brücke probten für den Höhepunkt am Sonnabend. Klaus und Ernst gaben sich ihrem Lieblingsgetränk Cola/Whisky hin (in Maßen natürlich). Gisela und ich verzichteten, ist nichts für uns.

Samstag, d. 21.08.

Jungfernsee

Der Tag begann mit dem üblichen Schwimmen im See. Leider war das Wasser schon recht grün, so dass es kein sehr ausgiebiges Bad wurde. Gegen 16 Uhr trudelten auch Subes auf ihrer Ruth II ein und auch die Mia hatte von unserem Treffen gehört und so waren wir letztendlich vier Schiffe mit einer nicht ausgesprochen jugendlichen Besatzung, die sehr vergnügt den Abend gemeinsam verbrachte. Wir saßen alle auf der Andante zusammen, ließen uns von dem Konzert, das aus dem Schlossgarten herüberschallte, und den vorbeifahrenden beleuchteten Dampfern und dem Feuerwerk auf der Glienicker Brücke erfreuen. Ernst wollte dann am Schluss auch nicht ins Bett gehen, aber um ein Uhr war dann doch Nachtruhe auf allen Booten angesagt.

Sonntag, d. 22.08.

Jungfernsee  – Brandenburg

Klaus und ich hatten uns vorgenommen, gegen 12.30 aufzubrechen, da wir ja Richtung Havelberg unterwegs waren. Subes starteten ebenfalls, aber aus anderen Gründen. Die Arbeit rief! Was haben wir als Rentner für ein Glück, dass wir uns die Zeit selbst einteilen können. Bis Brandenburg sollte es heute gehen und bei diesem herrlichen Wetter schafften wir das gut. Wie immer genossen wir die Fahrt über die Havel mit ihren herrlichen Seen, die sich uns wieder und wieder anders darstellten. Da spielen Wetter, Jahreszeit und Tageszeit eine große Rolle. Die Schleuse in Brandenburg brachte kaum Verzögerung und schon um 17.30 erreichten wir die Marina Slawendorf, wo jemand die Enden annehmen wollte. Ich traute meinen Augen nicht und zögerte einen Moment zu lange, so dass Klaus einen weiteren Anlauf nehmen musste, ehe wir richtig am Steg lagen. Jedenfalls erkannten wir dann die Aegir mit Peter, Heidi und Jette (der Hund), die wir von den Polentouren kennen. Das gab dann noch einen netten Plausch, aber schließlich trennten wir uns, denn wir wollten in die Stadt, um unser Abendessen einzunehmen, doch das von uns angesteuerte Restaurant „Schweineschnäuzchen“ war geschlossen. Daraufhin zogen wir weiter zum „Dominsel-Restaurant“, wo wir uns mutig draußen an den Tisch setzten, obwohl es langsam dunkel am Himmel wurde. Es fing dann auch leise an zu regnen und hörte nicht wieder auf und wurde heftiger. Den Rückweg mussten wir dann ja irgendwann antreten und am Boot angekommen, waren wir klitschnaß und verzogen uns ziemlich schnell in die Koje, da sich auch die Müdigkeit einstellte.

Montag, d. 23.08.

Brandenburg – Rathenow

Schon morgens um 8 Uhr legte die Aegir mit Peter, Heidi und dem Hund Jette Richtung Burg ab. Sie hatten ja auch noch einen längeren Weg bis nach Hause (das ist Hamburg) vor sich. Wir ließen uns Zeit, gingen einkaufen und verließen den Anleger erst um 12.30. Die Berufsschiffer begleiteten uns nur bis Kirchmöser, dort bogen sie westwärts ab, um über den Elbe-Havel-Kanal auf die Elbe zu fahren. Wir nahmen Kurs in nördlicher Richtung, vorbei an der Schifferstadt Plaue (heute ein Stadtteil Brandenburgs) unter der Plauer Brücke hindurch, an Backbord ließen wir das nicht sehr gepflegte alte Plauer Schloß liegen. In Rathenow legten wir am Anleger vor der Sportbootschleuse dann erst um 18 Uhr an. Danach folgte das Scheuern des Stegs, denn die Enten hatten sich dort häuslich niedergelassen und ihre Hinterlassenschaften waren nicht sehr appetitlich. Ein Spaziergang zum Dom durfte nicht fehlen, dann gab es auf unserem neuen Raclettegerät ein zünftiges Abendessen.

Dienstag, d. 24.08.

Rathenow – Havelberg

Nach dem Frühstück musste natürlich eine Stadtbesichtigung folgen, doch den Optik-Park ließen wir aus, weil das wahrscheinlich eine längere interessante Exkursion geworden wäre. Durch die von Pfarrer Heinrich Duncker gegründete optische Industrie hatte in Rathenow ein wirtschaftlicher Aufschwung während der Zeit der Industrialisierung stattgefunden.

Kurz vor unserem Aufbruch stellten wir fest, dass es hier am Ableger eine Fäkalabsaugstation gibt, die wir dann auch sofort nutzten. Leider gibt es zu wenige davon. Das Wetter sah inzwischen nicht mehr so gut aus, der Wind hatte stark zugenommen, so dass wir unseren Besuch im schönen Hohennauener See für den Rückweg planten. Milane, Graureiher und Fischreiher begleiteten uns auf unserer Weiterfahrt nach Havelberg. Am Ufer grasten Kühe, Pferde betrachteten uns interessiert. Die Wiesen waren in diesem Jahr überflutet, die Hochsitze standen im Wasser und wir fragten uns, ob der Jäger wohl sein Boot unten vertäut, um auf seinen Hochsitz zu gelangen. Unterwegs trafen wir nette Motorbootfahrer, die in Havelberg liegen und uns dann dort anmelden wollten. Und so wurden wir bei unserer Ankunft gleich nett und hilfsbereit empfangen. Auch das Charterschiff, mit dessen Besatzung wir bereits in Rathenow gesprochen hatten, war schon da. Sie wollten weiter auf die Elbe nach Dömitz und waren in Eile, weil sie ihr Schiff ja zu einer bestimmten Zeit abgeben mussten. Wegen des Hochwassers waren sie ein wenig in Sorge, denn die Elbe ist dann nicht ganz ungefährlich. Wir besuchten noch den Havelberger Dom und den Marktplatz und verkrümelten uns dann in unser gemütliches Bett, denn die frische Luft macht müde.

Mittwoch, d. 25.08.

Havelberg

Was kann einem Schlimmes passieren? Ja, die Gasflasche war leer und der Frühstückskaffee in Gefahr. Ich bat unsere Nachbarn, uns das Kaffeewasser zu kochen, was sie auch mit viel Verständnis für unsere Situation taten. Die Brötchen besorgte ich im Joggingschritt beim „Landbäcker“. Nach dem Frühstück stand uns ein Gang mit der leeren Gasflasche zum Campingplatz bevor, mit anschließend gefüllter Flasche (11 kg) zurück zur Andante. Die „Hafenkatze“ begleitete den Hafenmeister und holte sich erst einmal ihre Streicheleinheiten bei uns ab. Danach erschien ein Entenpaar mit ihren Kindern, eines davon ganz weiß, und wollte natürlich gefüttert werden. Beim Spaziergang durch die Stadt stellten wir fest, dass sich Havelberg auch immer mehr herausputzt. Das Meiste ist saniert. Leider verlassen viele Havelberger die Stadt, weil es hier wenig Arbeit gibt. Wie uns ein Anwohner sagte: Zurück bleiben die Alten und die Arbeitslosen. Schade für die Stadt. Der Dom thront über allem, von wo aus man auch einen schönen Blick auf die Stadt und die Havellandschaft hat. Bei Andante angekommen, hatten wir neue Nachbarn: Holländer, mit denen Klaus erst einmal ins Gespräch kam. Nach einer Weile saß auch ich auf der Innependent mit einem Glas Rotwein in der Hand zu Gast bei Jenny und Paul. Wir verabschiedeten uns dann, um ins Fischrestaurant zum Essen zu gehen, was leider nicht klappte, weil es geschlossen war. Schade, ich hatte Lust auf Havelzander. Auch „Zur Domtreppe“ war geschlossen. Also auf in den „Ratskeller“. Hier bekamen wir die Speisekarte und konnten uns etwas aussuchen, womit wir unseren Hunger stillen wollten. Der nette junge Mann, der uns bediente und als Geschäftsführer fungiert, war sehr bemüht und steckte voller Ideen, wie man das Restaurant attraktiver machen könnte. Aber leider gibt es, wie bereits gesagt, keine zahlungskräftigen Einwohner und die Touristen sind abends wieder weg.

Donnerstag, d. 26.08.

Havelberg – Rathenow

Morgens regnete es, etwas später eine kurze Unterbrechung. Nachdem wir alles aufgeräumt hatten, verabschiedeten wir uns von der Katze, die unbedingt noch gestreichelt werden wollte. Der Hafenmeister führt seinen Hafen wirklich sehr ordentlich. Die sanitären Anlagen sind sauber und gepflegt. Um ca. 11.30 starteten wir nun wirklich. Es regnete und regnete. Wir waren ziemlich nass als wir nach drei Schleusen in Rathenow ankamen. Dieses Wetter mit relativ heftigem Wind war leider kein Anreiz, im Hohennauener See zu rasten. Schade, ich hatte mich darauf gefreut. Schnell durch die Rathenower Schleuse und an den Anleger und gemütlich den Abend in der Kajüte genießen.

Freitag, d. 27.08.

Rathenow – Brandenburg

Nachts wurde ich wach, weil es heftig auf unser Dach regnete. Als ich nach dem Rechten sehen wollte, bemerkte ich, dass es am unteren Steuerstand von der Gardinenleiste tropfte. So stellte ich einen Eimer hin und legte Plastiktüten aus. Es regnete, es regnete nicht, es regnete… Am Morgen holte ich erst einmal Brötchen und beim Frühstück überlegten wir, was wir mit dem Leck machen könnten. Endlich ließ der Regen nach und wir legten eine Plane über den vermutlichen Übeltäter. Es konnte nur durch die Verschraubung der Hupe an Deck kommen. Der Regen ließ endlich nach und wir machten uns auf den Weg, nach ca. 5 Stunden legten wir um 17 Uhr in Brandenburg an. Olli hatte angerufen und gesagt, dass er abends mit seinem Liegerad kommen würde, um mit uns Raclette zu essen. Am Sonnabend wollte er dann mit uns Richtung Berlin fahren. Natürlich mussten wir erst einmal einkaufen, vor allen Dingen Raclettekäse. Bei REWE gab es keinen Raclettekäse, im Einkaufscenter gab es keinen Raclettekäse: nur zu Weihnachten und Silvester! Peng! Also Ersatzkäse kaufen, was sich als brauchbar herausstellte. Jedenfalls hatten wir einen schönen Abend mit netten Gesprächen.

Sonnabend, d. 28.08.

Brandenburg – Pohlesee

Die Nacht hatte wieder Regen gebracht, aber unsere Abdeckung hatte uns vor weiteren feuchten Überraschungen bewahrt. Wir legten um 11 Uhr ab. Die Schleuse Brandenbug ließen wir schnell hinter uns. Auf der Fahrt durch das Havelland begleiteten uns Regengüsse und Sonnenschein. Gegen 16 Uhr setzten wir Olli mit seinem Liegerad in Potsdam ab, wo er zu einem Treffen von Computerfreunden wollte. Kurz vor unserem Liegeplatz im Pohlesee bekamen wir noch ordentlich eins auf die Mütze, aber beim Anlegen hörte der Regen freundlicherweise auf.

Fazit: Früher als geplant waren wir zurück, was aber am Wetter lag. Das Havelland ist immer wieder schön zu befahren, Erholung in wunderschöner reiner Natur.