MS Andante


17.08. bis 23.08. – Lindow


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Ruppiner KanalAuch Hella und Arno wollten gern eine Bootstour machen, und wir entschieden uns für die wunderschöne Fahrt nach Lindow. Es gestaltete sich ziemlich schwierig, einen Termin zu finden, und so blieb nur diese Woche im August übrig.  Dieter und Heidi schlossen sich mit der Rentier an. Der Wetterbericht sagte recht schöne Tage voraus, und so ging es am Sonntag Vormittag los. Die Schleusen Spandau und Lehnitzsee bereiteten keine Schwierigkeiten, und so gelangten wir gemütlich bis nach Kremmen. Das Hotel und Restaurant haben eine neue Bewirtschaftung und einen neuen Namen: Seelodge Kremmen. Leider gab es keine Möglichkeit, dort zu essen, weil es an diesem Tag lediglich ein Buffet gab, das nur bis 20 Uhr zur Verfügung stand, aber wir hatten ja noch einiges im Kühlschrank und das war gut und reichlich.

Geburtstagsständchen von ArnoAm nächsten Tag war mein Geburtstag, und Arno spielte auf seiner eigens mitgeführten Trompete morgens ein schönes Ständchen für mich, was herrlich über den Kremmener See schallte. Ich ließ mich mit einem tollen Frühstück von den Mitfahrern verwöhnen und dann ging es zu der romantischen Fahrt auf dem Rhin Richtung Neuruppin. Dort legten wir am Stadtanleger an, der zwar weder Wasser noch Strom zu bieten hat, aber mitten in der Stadt liegt und somit ein guter Ausgangspunkt für den Stadtgang ist. Als wir uns gerade per Handy in Wutzetz bei Dörbands melden wollten,  tauchte Günther auf und so saßen wir gemeinsam mit Renate und der Enkelin Julie bei Kaffee und Kuchen am See. Sie zeigten uns noch ein gemütliches Restaurant, in dem wir abends zum Essen gehen wollten: Zum Siechenhaus. Hört sich nicht sehr freundlich an, ist aber gemütlich und das Essen hat gemundet.

AusguckLindow liegt im Naturpark Stechlin-Ruppiner Land und dementsprechend schön ist die Fahrt dorthin. Man hat zwar immer sehr wenig Wasser unter dem Kiel und muss gut aufpassen, dass man möglichst in der Mitte der Wasserstraße bleibt, da einem aber außer ein paar Paddlern oder Anglern in kleinen Kähnen kaum jemand entgegen kommt, klappt das alles bestens. Unsere Andante passt auch gut unter allen Brücken durch, wenn man auch gelegentlich die Fahne einholen, den Mast legen und natürlich den Kopf einziehen muss. Und so gelangt man auf den Gudelacksee mit der unbewohnten Insel Werder mittendrin. Werder heißt so viel wie “Insel”, weshalb es wohl auch so viele Werder im Land Brandenburg gibt, nicht sehr einfallsreich oder? Der Gudelacksee ist einer der drei Seen, an dem Lindow liegt. Da gibt es noch den glasklaren ziemlich tiefen Wutzsee und den flachen, aber fischreichen Vielitzsee. Leider fanden wir in der Marina in Lindow keinen Anleger, alles besetzt. Sonnenuntergang auf dem SeeDeshalb legten wir uns an den alten, unbenutzten Dampferanlegesteg. Das ist alles schon recht morsch, darum ist auch die Tür am Steg versperrt und man muss klettern, um an Land gehen zu können. Auch das Festmachen ist etwas kompliziert, weil überall dicke rostige Schrauben herausstehen. So dauerte das Vertäuen eine Weile, aber die Andante sollte ja keinen Schaden nehmen.

Lindow ist wunderschön gelegen, steht unter Denkmalschutz und ist ein anerkannter Erhlungsort. Am Wutzsee liegt die Klosterruine mit dem alten Friedhof, dessen Grabsteine uns mit etwas Phantasie die Geschichten der Stiftsdamen erzählen können. Auch eine Wanderung um den See ist ein Muss! Leider war  die 1755 erbaute Barockkirche, die eine wohlklingende “Sauerorgel” beherbergt, verschlossen.

Rentier wartet auf die SchleuseDer Wind frischte ziemlich auf, so dass wir beschlossen, den Abend hier am Anleger zu verbringen und nicht, wie ursprünglich beabsichtigt, auf dem See zu ankern. Am nächsten Tag ließ der Wind etwas nach und nachdem wir unsere Boote noch einmal verlegt hatten, um Wasser zu tanken, machten wir uns auf den Rückweg. In Neuruppin musste Arno uns verlassen und mit der Bahn nach Berlin zurückfahren, weil wichtige Arbeit auf ihn wartete. Aber Hella blieb noch! Da das Wetter wunderschön wurde, ankerten wir auf dem Ruppiner See und nahmen unser Abendessen an Deck in der untergehenden Sonne, die alles verzauberte und uns einen romantischen Abend bescherte, ein.  Der Platz war perfekt ausgesucht.

Der nächste Stop war natürlich wieder Kremmen. Klaus und ich begleiteten Hella zum Bahnhof, weil auch sie den Zug nach Berlin nehmen musste, um ihren Verpflichtungen nachzukommen. So ist das eben bei den Rentnern. Aber Heidi und Dieter ließen sich nicht von dem Streß anstecken und so kehrten wir am nächsten Tag gemeinsam nach Berlin zurück. Besondere Vorkommnisse sind nicht zu vermelden, es war einfach eine schöne, erholsame Woche.

Fazit: Wir haben Lindow schon des öfteren besucht, aber dieser Ausflug lohnt sich immer, schon allein wegen der herrlichen Landschaft.