MS Andante


Lindow (mit Burkard und Gisela)

19.07. bis 26.07.2005

Da Burkard nach seiner Hüftoperation noch nicht so fit war, um mit seiner Dulcinea, einem schönen Segelschiff, weitere Ausflüge zu machen, fragten wir, ob sie uns nicht nach Lindow begleiten wollten. Die Fahrt dorthin ist wunderschön, schließlich waren wir dort bereits zweimal. Gesagt getan, ein Termin wurde vereinbart und so starteten wir am 19. 7. im Pohlesee, holten Gisela und Burkard im BYC ab. Diese standen bereit mit einer Schubkarre, gefüllt mit Bordverpflegung. Es sollte an nichts fehlen. Wir verstauten alle Schätze unserer Gäste und machten uns Richtung Niederneuendorfer See auf den Weg, vorbei ging es an Spandau, die Schleuse brachte keine Verzögerung. Im Niederneuendorfer See ankerten wir und holten Renate wie üblich vom Steg ab. Dann verbrachten wir einen netten Abend zusammen.

n und so mussten wir mit Regenjacken bekleidet die Weiterfahrt am 20. 7. antreten. Vorbei wieder am Hennigsdorfer Stahlwerk ging es den Weg über die Oranienburger Schleuse die Havel entlang in den Ruppiner Kanal bis nach Kremmen, wo wir gewohnheitsgemäß an der Badeanstalt anlegten. Leider regnete es inzwischen ziemlich heftig. So konnten wir abends nur noch im Restaurant ein schönes Abendessen zu uns nehmen, dann auf der Andante einen Absacker trinken und uns zur Ruhe begeben. Der nächste Morgen brachte leichten Regen. Gisela, Burkard und ich schwammen aber trotzdem noch ein paar Runden im See. Dann wurde der Regen heftiger. Wir frühstückten in Ruhe und warteten ab und warteten ab, doch der Regen wollte nicht aufhören. Gisela, Burkard und ich holten dann alle verfügbaren Gummistiefel und sonstiges Regenzeug heraus, zogen uns wasserdicht an und machten einen Spaziergang in den Ort. Klaus legte sich derweil zum Schlafen nieder. Unterwegs kauften wir leckeren Bäckerkuchen, um uns diesen an Bord mit einem guten Espresso mit Milchschaum schmecken zu lassen. Wir hatten natürlich noch frisches Fleisch und Gemüse vom Markt eingekauft, das Burkard und Gisela abends mit viel Liebe anrichteten. Es mundete vorzüglich und mit netten Gesprächen ließen wir den Tag ausklingen. Trotzdem wollten wir am nächsten Tag endlich weiterfahren.

Am Morgen dann konnten wir wirklich die Fahrt weiter antreten. Der Rhin ist wenig befahren, ab und zu trifft man auf ein paar Ruderer, auch solche, die in Kremmen übernachtet hatten. Für uns war es ja längst nicht so schlimm mit dem Regen, aber die wasserwandernden Paddler und Ruderer sind bei Regenwetter nicht unbedingt zu beneiden. Trotzdem, sie alle hatten es sportlich gesehen. Wir waren wieder begeistert von der unberührten Natur und gelangten bald zum Neuruppiner See. In Neuruppin gingen wir an den inzwischen gut ausgebauten Steg, der kostenlos zu nutzen ist. Von dort machten wir uns auf den Weg in die schöne Altstadt, gingen natürlich auf den Markt und in den Dom. Hier hat sich wirklich viel getan, die Stadt ist mit viel Liebe saniert.

Zurück am Steg stellten wir fest, dass Volker und Christa Dupke vom BYC ebenfalls festgemacht hatten. Großes Erstaunen auf beiden Seiten. Sie erzählten uns, dass sie aus Lindow kamen, wo es ziemlich voll war, denn es gab ein Seglertreffen. Sie hatten nur noch einen Platz im Segelverein gefunden und gaben uns die Telefonnummer und den guten Rat, uns dort rechtzeitig anzumelden. Das Wetter war wunderbarer Weise schön und wir saßen noch bei Dupkes bei einer Flasche Wein und tauschten Erfahrunen aus. Danach zog sich jeder in seine Kombüse zum Kochen zurück. Morgens verabschiedeten wir uns und passierten schon bald die Schleuse Alt-Ruppin. Über den Tietzensee und den Zermützelsee ging es weiter zum Gudelacksee mit Ziel Lindow. In der Marina erhielten wir die Auskunft, dass leider kein Steg mehr zu vergeben wäre. Wir kurvten ein wenig suchend herum und interessierten uns für den Dampferanleger. Ein anderes Boot hatte dort schon festgemacht und gab uns Zeichen, doch auch herüberzukommen, da der Dampfer seine Fahrten eingestellt hatte. Es blieb uns auch nichts weiter übrig, als dort ebenfalls festzumachen. Sehr bequem war es nicht, man musste schon ein wenig klettern, aber Burkard meisterte alles mit Bravour. Das Wetter war wunderschön, so dass wir einmal um den Wutzsee wanderten und abends im Gasthaus am Gudelacksee mit Blick auf den See ein gutes Abendessen im Sonnenuntergang einnehmen konnten.

Das Wetter wurde wunderschön, so dass wir aufbrachen und auf dem Gudelacksee vor der Insel Werder ankerten, wo es ganz windstill war. Burkard, Gisela und ich machten uns mit dem Schlauchboot zur Insel auf, die ich noch gut von einem anderen Urlaub in Erinnerung hatte. Da hatten wir Kühe angetroffen, die dort den Sommer über weideten. Inzwischen giebt es aber keine Kühe mehr auf der Insel. Alles ist ziemlich wild gewachsen, aber es ist ausgesprochen urig. Zurück an Bord beschlossen wir, die Nacht hier zu verbringen, weil es einen herrlichen Abend gab. Am nächsten Tag ging es bei leicht bedecktem Wetter weiter. Wolken, die sich aber immer wieder öffneten und ein gutes Licht auf die Landschaft warfen, begleiteten uns. Unterwegs telefonierten wir mit Volker und Christa, die uns sagten, dass sie bis Wustrau am Ende des Neuruppiner Sees gefahren waren und dort im Hafen lagen. Es wäre noch ein Plätzchen frei. So fuhren wir dort hin und legten uns neben Dupkes Seehund. Volker und Christa waren unterwegs und als ein Bootsinhaber, der den Platz beanspruchte, erschien und den “Seehund” anders vertäute, waren wir bemüht, die Aktion irgendwie unter Kontrolle zu bringen. Glücklicherweise erschienen dann Dupkes. So mussten wir uns dann letztendlich an den Dampferanleger verholen, da in dem Hafen nur kleinere Stege frei waren. Auch wir erkundeten dann den Ort Wustrau, der sehr schön gelegen ist. Leider es trübe und leicht regnerisch, trotzdem liefen wir bis zur Schleuse Alt-Friesack. Dort konnten wir sehen, dass ein Baum umgestürzt war und im Wasser lag. Er versperrte einen Teil der Schleuseneinfahrt. Wir erkundigten uns, ob trotzdem geschleust wurde, weil wir am nächsten Tag weiterfahren wollten. Uns wurde versichert, dass alles klar wäre. Im Supermarkt kauften wir wieder ein paar Vorräte, es könnte ja sein, dass es am nächsten Tag nichts mehr gibt. Das Abendessen wurde wieder mit tatkräftiger Unterstützung von Burkard angerichtet und nach einem Schwätzchen mit Dupkes ging es in die Koje. Am nächsten Morgen fuhren wir weiter in Richtung Berlin, ein weiterer Stop wurde im Niederneuendorfer See eingelegt und dann hatten uns die Berliner Gewässer wieder. Eine schöne Woche, leider mit zu viel Regen, ging zu Ende. Trotzdem hatten wir viel Spaß zusammen und werden sicher einmal wieder eine Tour gemeinsam planen.