MS Andante


Brandenburg/Hohennauener See

Tour vom 27.06. – 03.07.2005

Wir wollten unbedingt noch am 26.6. in die Waldbühne, um die Philharmoniker zu hören. Deshalb starteten wir erst am Montag Nachmittag zu unserer Tour in den Hohenauener See, zu dem Tina und Dieter bereits am Freitag aufgebrochen waren. Unterwegs waren sie von einem heftigen Gewitter überrascht worden, und sie hatten auch die schönen Seen zum Baden und Relaxen genutzt. Jetzt war das Wetter aber wieder so richtig schön und wir fuhren erst einmal Richtung Brandenburg. Alles verlief reibungslos und wir passierten die Schleuse ohne Aufenthalt, so dass wir beschlossen, gar nicht erst den Stadtanleger anzulaufen, sondern noch weiter zu fahren, um einen schönen Ankerplatz zu suchen. So landeten wir in einer Havelbucht, km 75, wo wir uns bei schönstem Wetter ein schmackhaftes Abendessen bereiteten, dazu ein Gläschen Rotwein eingossen und die Ruhe genossen. Es war hier nicht sehr tief und so geschah es, dass wir am nächsten Morgen beim Ankereinholen etwas unvorsichtig waren und leichte Grundberührung im sandigen Boden hatten. Leider versagte daraufhin der Geschwindigkeitsmesser den Dienst.

Schleuse RathenowEs ging nun weiter über Pritzerbe in die Schleppzugschleuse Bahnitz, die leicht schräge Wände hat. Über die sich durch die herrliche Landschaft schlängelnde Havel kamen wir nach Rathenow und legten vor der gesperrten Sportbootschleuse an, um noch einige Einkäufe zu tätigen, Müll zu entsorgen und natürlich ein Eis zu essen. Bei Tina und Dieter erkundigten wir uns, ob ihre Vorräte der Auffüllung bedurften. Rotwein wäre nicht schlecht, meinte Dieter und Eis wäre auch ganz schön. Da es ziemlich warm war, mussten wir schnellstens mit dem erworbenen Eis durch Rathenow zu unserem Schiff laufen, um es auch noch halbwegs gefroren im Tiefkühlfach des Kühlschranks zu deponieren. Dann ging es zurück zur Schleppzugschleuse, die ihre Tore bereits geöffnet hatte. Wir mussten uns mit den Widrigkeiten der schrägen Wände herumschlagen, aber es gelang uns, indem ich mit meinen kurzen Beinen von der Badeplattform aus auf die Leiter stieg, um das Ende anzubringen, mit Mühe kam ich wieder an Bord. Das andere Ende fädelten wir durch ein Seil, das man für die Sportbootfahrer längs zur Spundwand angebracht hatte. Etwas mühselig, aber Anfang August soll die Sportbootschleuse wieder geöffnet sein. Wir erreichten dann auch bald den Hohennauener Kanal, der ziemlich schmal ist und sich 3 km lang hinzieht. Der See ist ca. 7 km lang und im letzten Drittel schaukelte die “Rentier” vor sich hin, mit Tina und Dieter an Bord, die sich in der Sonne aalten. Klaus und ich gingen erst einmal eine Runde schwimmen, denn es war wirklich ganz schön warm. Danach konnten wir schon wieder an das Abendessen denken. Zum Abschluss gab es dann wirklich Eis mit frischen gezuckerten Erdbeeren und Sahne. Damit konnten wir Dieter und Tina überraschen, denn ich hatte ihnen einen Eisbecher versprochen, womit sie wohl doch nicht gerechnet. So ging ein weiterer schöner Tag zu Ende.

Am nächsten Tag holten wir unser Schlauchboot hervor und füllten es mit Luft. Im vergangenen Jahr hatten wir es gar nicht benutzt, jedenfalls hatte es sich nicht ergeben. Nun mühten wir uns mit der Beschreibung ab, hatten dann aber unser kleines Beiboot einsatzbereit. Klaus ruderte mich brav zum Ufer und wir machten einen Spaziergang. Außerdem besuchten wir einen Hafen, wo man uns sagte, dass man dort gern Wasser tanken könne. Das teilten wir Tina und Dieter mit, die dann aber doch darauf verzichteten, ihren Ankerplatz aufzugeben. Mit Schwimmen, Lesen und Sonnenbaden verging ein weiterer Tag. Am nächsten Morgen mussten wir dann doch die Anker lichten und die Rücktour, ganz in Ruhe, lag vor uns. Kurz vor Tieckow ankerten wir in einer Bucht und starteten am nächsten Morgen, einem Sonnabend, rechtzeitig nach Brandenburg, wo wir noch einiges einkaufeb mussten. Am Anleger gab es gerade noch einen Platz, den wir Dieter überließen, da er Wasser bunkern musste. Wir gingen längsseits und machten uns auf zum Einkaufsbummel. Klaus wollte auf seinen Eisbecher am Bollmann-Brunnen nicht verzichten. Danach ging es durch die Schleuse Brandenburg Richtung Berlin, d. h. Tina hatte uns den km 45 wärmstens empfohlen. Dort war es auch wirklich sehr idyllisch. Nachdem wir geankert hatten, kam unser Schlauchboot wieder zum Einsatz, denn man muss sich ja auch immer mal ein bisschen bewegen. Dabei fotografierten wir die Schiffe von allen Seiten. Tina machte den Vorschlag, am Sonntag abend im Schwielowsee zu sein und am Restaurant “Ernest” an dem neuen Ressort anzulegen und dort zu Abend zu essen. Das Wetter war immer noch hervorragend, so dass wir Mühe hatten, dort Plätze zu ergattern. Aber es gelang Tina, einen Tisch am Wasser neben dem Grill für uns zu reservieren. Nach dem Essen verholten wir uns ein Stück weiter und ankerten zum letzten Mal auf dieser Tour. Eine Schwanfamilie stellte sich sofort ein, um sich verwöhnen zu lassen. Tina hat natürlich immer ein großes Herz für die Tiere und verfüttert Dieters Butterkekse nur zu gerne an die Schwäne. Am Montag ging es dann zurück nach Berlin zum Hafen im Pohlesee.