MS Andante


Bad Saarow

06.09. bis 11.09.2005

Das September-Wetter zeigte sich von seiner schönsten Seite, so nahmen wir uns vor, einmal wieder nach Bad Saarow am Scharmützelsee zu fahren, um zu sehen, was sich so verändert hat. So ging es also am Dienstag los. Da wir den Müggelsee lange nicht befahren hatten, steuerte Klaus die Andante an Köpenick vorbei über den großen See, den man allerdings mit einem Motorboot nur queren darf, ohne irgendwo vor Anker gehen zu dürfen. Dann ging es durch das romantische Klein Venedig, den Dämeritzsee und den Gosener Kanal bis zu dem altbewährten Ankerplatz im Seddinsee. Dort gingen wir erst einmal schwimmen und nach einem gemütlichen Abendessen verschwanden wir in der Koje, um morgens nicht zu spät in Richtung Scharmützelsee zu starten. Vorbei an Schmöckwitz, durch den Zeuthener See, die Dahme, weiter an Niederlehme vorbei gelangten wir zur Schleuse Neue Mühle, die uns auch gleich einfahren ließ. Es ging weiter durch den Krimnicksee an Senzig vorbei, über den Krüpelsee ins Glindower Fließ zum Großen Storkower See, dessen Ende Dolgensee heißt, um dort dann wieder abends den Anker fallen zu lassen. Es war schon fast zu warm, so dass wir erst einmal ins Wasser stiegen. Als die Sonne langsam unterging, überfielen uns Massen von Eintagsfliegen, so dass wir es vorzogen, unser Abendessen in der Kajüte einzunehmen. Am nächsten Morgen putzten wir unser Schiff erst einmal ausführlich, denn alle Fliegen klebten am Schiff. Erst danach und einem weitern ausgiebigen Bad frühstückten wir und setzten unsere Fahrt nach Saarow fortf dem Scharmützelsee segelten nur einige wenige Boote, da es keinen Wind gab. So hatten wir freie Fahrt und steuerten auf die Marina in Bad Saarow zu. Dort wurden wir sofort herangewinkt und es wurde uns ein schöner Stand zugewiesen neben einer 11,50 m langen Charisma. Wir waren sehr zufrieden mit dem Platz, denn wir hatten den kompletten Überblick. Als die Eigner der Nachbaryacht erschienen kurze Zeit später und es entwickelte sich ein nettes nachbarliches Gespräch. Wir machten uns auf in die Stadt, nicht ohne uns mit den Nachbarn zu einem abendlichen Gespräch bei Wein und Krostitzer (nicht Köstritzer!!) Dunkelbier zu verabreden. Es wurde ein angeregtes Gespräch an Bord der “Anna”.

 

Es stellte sich heraus, dass am Sonnabend ein Feuerwerk, so eine Art “Scharmützelsee in Flammen” in Bad Saarow stattfand, so dass der Hafen ausgebucht war. Außerdem wollten wir uns den Trubel direkt vor dem Schiff dann doch nicht antun. So machten wir am Freitag noch eine Einkaufstour und einen langen Spaziergang zum Dorf Bad Saarow. Am Nachmittag verabschiedeten wir uns von den Nachbarn, tauschten noch die Karten aus. Dann hieß es Leinen los und wir begaben uns wieder zum Storkower See, um hier die Nacht zu verbringen. Es war ein herrlicher Sonnenuntergang, dann ging der Mond langsam hinter dem Wald auf und beleuchtete den See. Am nächsten Morgen gab es dann wieder, Ihr ahnt es schon, eine Überraschung. Das Schiff hatte eine schwarz-braune Farbe angenommen, denn die Mini-Fliegen klebten abermals an uns, sie hatten uns einfach lieb. So putzten wir wieder, wobei wir ja schon Routine hatten. Mit dem klaren Seewasser wurde unser Schiff dann auch strahlendweiß. Wenigstens ein Gutes hatte es. Wir sahen inzwischen die Karawanen Richtung Scharmützelsee strömen und freuten uns, dass wir am Abend vorher abgelegt hatten. Erst am Nachmittag verlegten wir uns in den Wolziger See. Am Sonntag ging es dann gemächlich wieder in Richtung Heimathafen am Pohlesee. Da wir einen Tagesausflug für Dienstag mit Renate und Günter geplant hatten, fuhren wir abends nach Hause, um die Waschmaschine in Gang zu setzen und neue Vorräte einzukaufen.