MS Andante


Woche 1: 31.08. – 07.09.

Freitag, 31.08.2001

Um ca. 19 Uhr sind wir an Bord im Pohlesee. Für die Fahrt an die Müritz haben wir uns mit allerhand Lebensmitteln und Getränken eingedeckt. Drei Wochen ist eine lange Zeit, aber es gibt ja die Möglichkeit, unterwegs einzukaufen, regionalspezifisch. Also alles verstauen, Abendessen und ab in die Koje.

Samstag, 01.09.2001

Um ca. 10 Uhr starten wir und halten in Potsdam an, um mit Dieter und Tina auf der “Rentier” zu besprechen, ob wir über die Elbe zur Müritz fahren sollen oder lieber nicht. Da die Elbe extremes Niedrigwasser führt, entscheiden wir uns dafür, über Oranienburg zu fahren. Schnell noch tanken, dann geht es (Abfahrt 11.45 Uhr) über den Havelkanal in den Niederneuendorfer See. Ankunft 17.30. Jochen und Renate werden herangerudert und ein schöner Abend ist der Auftakt für unseren Urlaub.

Sonntag, 02.09.2001

Pünktlich um 10 Uhr fahren wir los und erreichen um 18 Uhr die Marina Zehdenick. Von der Brücke der Schleuse winkt uns Marianne Kral fröhlich zu. Wir schauen uns die gecharterte Gruno an, aber die “Andante” gefällt uns doch besser. Beim gemütlichen Essen im Restaurant lassen wir den Abend am Kamin ausklingen.

Montag, 03.09.2001

Morgens Rundgang durch die Stadt, Brötchen einkaufen, Gemüse und Obst gehören auch dazu (die Angst vor Skorbut geht auf jedem Schiff um). Um 13 Uhr legen wir ab und eine Fahrt durch eine wunderschöne Landschaft, allerdings im Regen, beginnt. Um 18 Uhr lassen wir im Stolpsee den Anker fallen. Es wird mal wieder gut gekocht und ein Gläschen Wein darf zum Abendessen auch nicht fehlen.

Dienstag, 04.09.2001

Um 10.30 werden die Anker gelichtet. Vor der Schleuse Strasen legen wir an und kaufen, auf Empfehlung, frisch geräucherten Fisch, den wir sofort genießen. Ohne Probleme erreichen wir um 18 Uhr den Großen Peetschsee.

Mittwoch, 05.09.2001

Ich klettere morgens bei 17° Wassertemperatur mutig in den See. Nach einer warmen Dusche und einem guten Frühstück fühlen wir uns gerüstet für die Weiterfahrt (Start 10.30 Uhr). Bei der nächsten Schleuse drängelt sich ein Charterschiff vor, so dass Dieter und Tina den nächsten Schleusengang abwarten müssen, weil kein Platz mehr für die “Rentier” ist. Der Charterkapitän entschuldigt sich mit einer Flasche Wein bei uns. Wir warten natürlich auf “Rentier” an der nächsten Wendestelle. Bei der Einfahrt in die Müritz biegen wir gleich in einen Müritzarm Richtung Buchholz ab. Das Wetter verwöhnt uns mit Wolken und Sonne, aber gleich darauf gibt es Regen, der sich jedoch bald wieder verzieht. Gegen 18 Uhr macht Dieter seinen Grill bereit und im Sonnenuntergang gibt es ein schönes Abendessen. Den Mondaufgang erleben wir bei einem Glas Wein, nur Klaus hat sich schon in die Koje verkrochen.

Donnerstag, 06.09.2001

Uns hält nichts mehr im Bett, um 8 Uhr schwimmen wir im See (17°). Um ca. 12 Uhr legen wir in Röbel an. Von dort zieht es uns zum Wasser-Service-Center, wo unsere alte Galatea (ein Segelschiff, das wir 25 Jahre auf dem Wannsee gesegelt haben) liegt. Wir sind doch ein wenig enttäuscht über den unserer Meinung nach ungepflegten Zustand. Aber so ist das eben. Um 17.30 machen wir uns auf ins Zentrum Röbels, alle Geschäfte haben geschlossen. Aber wir finden am Hafen ein schönes Restaurant mit Blick auf das Wasser. Im Dunkeln müssen wir zurück zu unserem Liegeplatz, was ohne Taschenlampe recht mühsam ist. Einen “Absacker” nehmen wir noch bei Tina und Dieter.

Freitag, 07.09.2001

Der morgendliche Regen lässt um 11.45 nach und sogleich starten wir in Richtung Waren. Es ist stürmisch, die Müritz zeigt sich mit ziemlichem Kabbelwasser. Um 13.15 erreichen wir den Warener Stadthafen. Um 14 Uhr erscheint der Hafenmeister und überreicht uns die Schlüssel für die sanitären Anlagen. Nachdem wir gezahlt haben, natürlich! Dann geht es los zu einem schönen Spaziergang durch Waren. Da wir noch genügend Vorräte haben, die verbraucht werden müssen, wird an Bord gekocht. Aber wir lassen es uns nicht nehmen, danach noch im “Pier 13″ ein Glas Wein bzw. ein Bier zu trinken.