MS Andante

Sommer 2015

Leider war die Saison 2015 nicht so erfolgreich wie von uns vorausgeplant. Unser Plan war, eine ausgiebige Rundtour über Havelberg, die Elbe, Dömitz, Schwerin und die Müritz zu machen. Aber alles kam anders als man denkt. So kam unsere Andante nicht schon wie angekündigt Ende März ins Wasser, sondern erst Anfang Mai. Als wir Ende Mai im BYC auf der Andante saßen und auf die Gasabnahme warteten, gab es einen Anruf mit einer traurigen Nachricht, die unseren Terminplan total durcheinander brachte. Das hatte zur Folge, dass wir erst Ende Juli/Anfang August starten konnten, aber nicht mehr über die Elbe, denn es gab Niedrigwasser. So besuchten wir erst einmal die Buga zusammen mit Renate und Jochen und kamen bei dem wunderschönen Wetter nur bis zum Hohennauener See. Das war aber auch sehr erholsam, ganz in Ruhe, keine Hektik. Die angesteuerten Orte hatten sich herausgeputzt, so dass wir eine wunderschöne Tour hatten. Die brandenburgische Landschaft ist ja immer wieder beeindruckend, nicht spektakulär, aber beruhigend, so dass man entspannt wieder ins Großstadtleben eintauchen kann.

Die zweite Tour sollte dann über Oranienburg in die Müritz gehen. Auch das verschob sich, weil wir erst einmal einen Magen-Darm-Virus aufgriffen, der uns einige Tage später als geplant starten ließ. Auf dem Weg Richtung Wannsee stellten wir fest, dass der Frischwassertank ausgelaufen war und alles in der Bilge herum plätscherte. Wir legten im BYC an, fingen an, das Wasser zu entfernen und mit Olivers Hilfe fanden wir auch den Fehler: eine Schelle hatte sich gelöst – kleine Ursache, große Wirkung. Gute Ideen für einen Urlaub  auf einem Kreuzfahrtschiff ganz ohne Probleme kamen mir natürlich beim Wasser ausschöpfen in den Sinn, aber Klaus ging nicht auf meine Vorschläge ein. 300 ltr. Wasser mussten natürlich nachgebunkert werden. Dann konnte es endlich weiter gehen.

Wir steuerten Oranienburg an und nachdem ich unterwegs einige Male die Bilge kontrolliert hatte, machte es auch wieder Spaß auf der Andante. Wir legten dort im Wassersportvereine Möwe an, wo wir zufällig eine weitere Polaris trafen und mit dem uns bekannten Kapitän und seiner Begleitung einen schönen Abend verbrachten. Wir verbrachten hier zwei Nächte und machten uns dann auf den Weg. Zügig ging es voran durch die Schleuse Lehnitzsee. Unterwegs kamen wir an den anderen Schleusen, wo es kleinere Aufenthalte gab, ins Gespräch mit Holländern, die von der Landschaft begeistert waren. Wir blieben in Zehdenick und landeten dann nach einem Stop in Bredereiche in Fürstenberg, wo wir dann drei Tage verweilten, da das Wetter sich ständig änderte, mal schien die Sonne, dann zogen plötzlich schwarze Wolken auf, um sich sturzbachähnlich über uns zu entleeren. Auf unserem Rückweg nach Berlin wollten wir in Templin Station machen, aber eine  defekte Schleuse und ein Regenguß hielten uns davon ab, so dass wir Burgwall als Anleger bevorzugten. Wir waren für Sonnabend, d. 19.09., zum Feuerwerk auf dem Wannsee verabredet. Das hieß, dass wir nicht mehr allzu viel Zeit hatten. Wir legten noch einen Stop in Liebenwalde ein, um dann am Freitag in Spandau anzulegen, damit unsere Gäste dort Sonnabend früh zusteigen konnten. Massen von Booten kamen aus der Schleuse und steuerten gen Wannsee. Hoffentlich bleibt da noch ein Ankerplatz für uns. Na, es klappte. Wir kehrten dann am Sonntag nach Werder zurück. Leider war die Saison dann auch schon wieder fast zu Ende.

Wir hatten in diesem Sommer also nur geruhsame, kurze Ausflüge. 2016 kann es nur besser werden. Die Elbe führt dann hoffentlich genügend Wasser, damit wir eine ausgiebige Rundtour über die Müritz machen können. Wir lassen uns überraschen!

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