MS Andante

Der Wind war morgens heftig und nahm weiter zu. So machten wir uns per Fuß und Bahn auf nach Zinnowitz. Das Seebad ist voller Menschen. Alle haben Ferien. Wir schauten uns am Strand um und gingen durch den Ort, um dann noch einzukaufen. Per Taxe ging es dann mit unseren Tüten zurück in den Hafen. Hier hatte der Wind noch zugenommen und ein Regenschauer durchnässte uns auf dem kurzen Weg zur Andante. Dann wetterten wir unter Deck ab und nachher gehen wir schön zum Essen aus. Grüße Klaus und Karin


Am Freitag, d. 15.08., sind wir dann zum Tanken in die Lagunenstadt und anschließend gleich Richtung Krummin gefahren. Rankwitz ließen wir aus, da die Wettervoraussage mit Wind gedroht hatte. Um dann nicht länger dort liegen zu müssen, ging es nach Krummin. Es war ein wenig kabbelig und windig unterwegs, aber alles klappte und wir landeten um 16 Uhr im Hafen. Man empfing uns sehr nett und der Hafenmeister war überrascht, uns zu treffen. Kurz nach uns trafen Detlef Dittrich und Peter Schallock ebenfalls ein. Auch sie hatten ihren Plan, über Swinemünde zu fahren, aufgegeben. Wir buchten zwei Nächte, aber nun sind wir noch da, denn der Wind hat zugenommen und so wollen wir sehen, wie es weitergeht. Hier hat man ja alles, was man braucht, nur keinen Lebensmittelladen, aber wir werden nicht verhungern. Wir werden dann aber spätesten am Freitag in Greifswald sein. Der Wind muss sich ja mal legen. Kalt ist es übrigens auch. Klaus und Karin


Bei schönem Wetter hatten wir einen angenehmen Tag in Ueckermünde. Einkaufen war angesagt, denn hier gibt es ja alles. Ein günstiges Angebot beim Bäcker verleitete mich, eine viel zu große Ration Kuchen zu kaufen. Na, wird schon alle werden. Dann gab es einen schönen Spaziergang zur Lagungenstadt und zum Strand. Wir sahen eine Wolkenwand herüberziehen und machten uns schnell auf den Weg zur Andante zurück, aber nur ein leichter Schauer erwischte uns. Einmal abends ins Restaurant musste sein. Als wir gerade dabei waren, unsere “Garage” über dem Eingang aufzubauen, kamen im Dunkeln Tarrachs an unser Schiff. Sie hatten die Flagge des Berliner Yacht Clubs gesehen und interessiert die dazugehörigen Personen angeschaut. So etwas gibt es, erst Detleff Dittrich, dann Tarrachs und wer morgen? Alles auf dem Weg nach Greifswald. Morgen soll es weiter gehen.


Wir verbrachten den Freitag also in Marienwerder, was blieb uns anderes übrig. Man tut dies und das, quatscht mit den Nachbarn, geht durch den Ort, geht schon mal ein Stück zu Fuß am Kanal entlang etc. Am Nachmittag war die perrung aufgehoben, aber man warnte uns, weiterzufahren, denn es gäbe einen Stau am Schiffshebewerk. So blieben wir bis Sonnabend, d. 9.8., und machten uns früh auf den Weg. Am Schiffshebewerk mussten wir tatsächlich einige Zeit warten. In Hohensaaten hatten wir ebenfalls einen längeren Aufenthalt, doch endlich landeten wir in Stolpe an. “Unser” Anleger war frei. Sonntag ging es flott weiter bis Gartz. Die Tankanzeige zeigte uns einen übervollen Tank an. Nichts verbraucht? Der nette Hafenmeister erschein am Abend mit einem Freund. Sie versuchten das Problem zu lösen, aber es stellte sich heraus, dass der Geber defekt ist und auch nicht mehr zu reparieren ging. Also machten wir uns genaue Notizen über die Fahrzeiten, aber so ganz zufriedenstellend ist das nicht. Wir hofften, das irgendwo in Ueckermünde reparieren lassen zu können. Wir trafen nette Nachbarn und es stellte sich heraus, dass wir uns bereits begegnet waren und auch schon e-mails ausgetauscht hatten. So ist das, man trifft nette Leute unterwegs, aber man vergisst vieles wieder. Jedenfalls ein nettes Treffen.
Gegen 11 Uhr am nächsten Tag ging es weiter Richtung Stettin, wo wir eigentlich vor hatten zu übernachten. Aber die Anlieger lagen direkt an der viel befahrenen Straße, so dass wir nach einem zweistündigen Rundgang durch die laute Stadt schnell die Andante nach Goclaw steuerten. Hier wurden wir bei herrlichem Wetter nett empfangen. Der Spaziergang auf den Turm war leider enttäuschend, denn der Turm ist eine Ruine und somit nicht zu besteigen. Einen Blick ins Land gab es also nicht, denn die Bäume versperrten alles. Am Dienstag, d. 12. 8. gratulierten wir zunächst Oliver per Telefon, aber immer noch im polnischen Netz versprachen wir später anzurufen. Wir wollten nach Ueckermünde fahren, aber heftiger Wind kam auf und der Versuch, einen Spaziergang zu machen, endete mit einem Sprint zur Andante, denn Sturmböen und Regengüsse erwischten uns. So beschlossen wir, noch eine Nacht zu verlängern, was auch gut war, denn auf dem Haff muss es recht heftig Wellen und Wind gegeben haben. Aber am Mittwoch, d. 13.08., ging es früh um 7 Uhr los ohne Wind und Welle erreichten wir gegen 14 Uhr den Stadtanleger. Hier wollten wir versuchen, unsere Tananzeige reparieren zu lassen. Bei der Stöcker-Werft fanden wir Dettlef Dittrich mit seiner Eleuteria vor und hatten einen netten Plausch. Karin und Klaus


Der Morgen brachte spiegelglattes Wasser und Sonnenschein. Da musste ich erst einmal in den warmen See springen. Um die 45 km bis Marienwerder und die immer etwas länger dauernde Schleuse Lehnitzsee hinter uns zu bringen, verzichteten wir auf das nette Angebot bei Jochen und Renate zu frühstücken. Um 9.45 starteten wir und waren auch recht zügig an der Schleuse. Wir trafen viele Sportboote, die uns entgegenkamen. Doch recht schnell öffneten sich auch die Schleusentore und wir fuhren mit den anderen Wartenden ein. Der Schleusenmeister füllte das Becken recht schnell. Kurz bevor wir ausfahren konnten, kam er ans Boot und teilte uns mit, dass vor dem Schiffshebewerk Niederfinow eine Brücke ausgetauscht werden sollte und deshalb die Strecke bis Sonnabend Nacht gesperrt sei. Wenn er es uns früher gesagt hätte, hätten wir ja noch zurück in den Niederneuendorfer See fahren können. Aber nun fuhren wir weiter, immer daran denkend, dass der Hafen in Marienwerder vielleicht voll sein würde. Aber nein, wir fanden einen Platz neben all den Leuten, denen es ging wie uns. Zwar hatte ich vorher im Internet noch nach irgendwelchen Widrigkeiten geforscht, aber nichts gefunden. So kann es gehen. Nachdem wir fest vertäut waren, fing es doch tatsächlich an zu regnen und ein Grollen verriet ein Gewitter in der Nähe. Jetzt werden wir einen Spaziergang machen, bevor wir ans Abendessen gehen.


Gestern haben wir die Andante mal wieder für den Urlaub bestückt. Was man da so alles mitschleppt, ist immer wieder erstaunlich. Und dann noch einmal alles prüfen, was so kaputt gehen könnte (und davon gibt es viel) und dann beruhigt in die Koje, um heute früh dann aufbrechen zu können. Gegen 10 Uhr starteten wir dann in Richtung Osten. Ein herrlicher Tag, Sonnenschein und glattes Wasser. In Potsdam standen wir vor der Tankstelle und warteten, denn das Polizeiboot tankte ewig lange. Na endlich waren wir am Zapfhahn und ließen den Tank randvoll machen. Weiter ging es durch die Glienicker Brücke, an der Pfaueninsel vorbei, am Kaiser-Wilhelm-Turm schauten wir wieder gleichzeitig durch alle vier Fenster und genehmigen uns dem Kaiser zu Ehren einen Fingerhut voll Kräuterlikör. An der Spandauer Schleuse hatten wir dann einen etws längeren Aufenthalt, Ausflugsdampfer und Frachtkähne haben ja Vorrang. Dann ging es flott in den Niederneuendorfer See, wo wir dann von Jochen und Renate per Tretboot besucht wurden und sie uns auf ihrer Terrasse ein sehr schönes Abendessen kredenzten. Danke dafür.


Nun endlich wollen wir zu unserem diesjährigen Törn aufbrechen. Dienstag werden wir nach Werder voll bepackt (wie immer viel zu viel wahrscheinlich) aufbrechen und Mittwoch früh in See stechen. Wir wollen ins Stettiner Haff, dann nach Greifswald zum Yachttreffen des BYC und Ende August/Anfang September wieder hier eintreffen. Ob alles so klappt, wer weiß, wer weiß? Wir berichten von unterwegs. Bis dann Karin und Klaus


Bei dem Wetter muss man ja zur Andante, aber die Schwüle macht uns doch zu schaffen. Deshalb ein Wochenende ganz in Ruhe. Ist auch schön.


Gestern abend sind wir wieder zu Hause angekommen. Unsere letzte Station Brandenburg war wie immer sehr schön. Die Stadt verändert sich wirklich enorm. Bei unserer Fahrt nach Werder haten wir kurz nach der Schleuse die Polizei im Schlepptau. An der Fähre Bahnitz dachten wir, sie hätten beigedreht, aber nein, es war wohl sehr schön, uns zu verfolgen. Vielleicht war es auch nur Geleitschutz. Die Andante haben wir Freitag früh noch aufgeräumt und sind nun erst einmal wieder hier.


Ich wollte ja unterwegs mehrfach von unserer Tour berichten, aber das Internet funktionierte gar nicht oder nur stotternd. Nun liegen wir seit gestern abend wieder in der Stadt Brandenburg und es geht. Havelberg war wirklich sehr schön und natürlich heiß. Oliver kam am Pfingssonnabend mit dem Fahrrad aus Berlin und freute sich über Dusche und Essen bei Vater und Mutter. Wir blieben wegen der Hitze und dem drohenden Unwetter dann noch bis Dienstag in Havelberg. Dann ging es nach vorherigem Anschauen der Wetterkarte bis zum Hohennauener See.Dort ankerten wir dann aber doch nicht, sondern legten am Steg in Semlin an, was auch gut war, denn so gegen 3.30 fing es an zu stürmen und das Wetterleiuchten und Donnern kam immer näher, bog dann aber glücklicherseise nördlich ab. Gegen 6 Uhr gab es dann nochmals ein Gewitter über uns, aber es blieb moderat. Am Morgen schauten wir uns die Wetteraussichten an und starteten nach Brandenburg in brütender Hitze. Hier erwischten wir einen Platz am Slawendorf mit etwas Glück, denn alles war belegt und reserviert. Aufgrund der Voraussage planten wir 2 Übernachtungen ein. Und das war gut so, denn es gewittert und regnet gerade. Na, morgen geht es dann weiter nach Werder, ist jedenfalls geplant. Bis dann.